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Aktuelles der IPA Verbindungsstelle Waren

Unsere Rumänienreise 2011

Vor kurzem machte ich mit ein paar Freunden Urlaub in meiner Heimat Rumänien. Die Reise führte uns von Arad über Kronstadt (rum. Brasov), Bukarest, Donaudelta, Iaschi und Bistritz bis nach Großwardein (rum. Oradea) hin.
Es war eine wunderschöne Reise und die Mitfahrer waren mehr als begeistert von Rumänien. Ich möchte aber den Aufenthalt in Donaudelta besonders erwähnen, weil es für uns alle sehr beeindruckend war.
Das Donaudelta liegt an der Schwarzmeerküste im östlichen Teil Rumäniens im Kreis Tulcea. Ab der rumänischen Hafenstadt Tulcea teilt sich die Donau in drei Hauptarme Chilia, Sulina und Sfintu Gheorghe und durchzieht mit unzähligen Wasseradern und Kanälen das 4178 , Quadratkilometer große Delta bis zur Mündung ins Schwarze Meer, ein weltweit einzigartiges Biosphärenreservat mit den größten geschlossenen Schilfflächen der Erde.
Donaudelta umfasst auch den sich südlich befindlichen Razelm-Sinoie-Komplex, der aus den Seen Razelm, Sinoie, Zmeica und Golovita besteht. Die Seehöhe des Donaudeltas beträgt 15 Meter. Seit 1990 ist die Donaudelta Unesco-Welterbe und befindet sich zu 82% auf rumänischem Territorium, 18% befinden sich in die Ukraine.
Mehr als 320 Vogelarten wurden hier bereits beobachtet, darunter etwa 180 Brutvogelarten, wie z. B. Pelikane, Kormorane, Reiher, Störche und Ibisse (Braunsichler). Außerdem gibts hier etwa 1160 Pflanzenarten und über 50 Fischarten.
Unser Gastgeber Radu (pensionierter Polizeibeamte) erwartete uns in Murighiol auf einem kleinen umzäunten Parkplatz am Donauufer. Mit dem Katamaran ging’s dann ca. 30 Minuten weiter auf der Donau bis wir mehrere Häuser mit Schilfdach und Fenster und Türen in Friesenblau sahen, unser Urlaubsdomizil. Gegen Mittag bestiegen wir mit einem Urlaubspärchen, Radu und einem Fässchen Bier den Katamaran und legten ab. Noch waren alle Seitenplanen zugezogen wegen dem frischen Wind. Wir konnten unsere Hälse gar nicht lang genug strecken um all die Eindrücke aufzunehmen, die in den Armen des Deltas auf uns einströmten. Vor unseren Augen eine Flusslandschaft, die sich seit den Tagen der Schöpfung nicht geändert zu haben scheint, ursprünglich, wild, weit, ein Paradies zum greifen nah. Wir entdeckten Ibisse mit schimmerndem schwarzrotem Gefieder, Kormorane, riesige Flächen mit See- und Teichrosen und am imposantesten die Kolonien von Pelikanen, die wie Fregatten in einer Richtung über den See zogen. Sie ließen sich nur widerwillig von uns aufscheuchen, bevor sie sich übers Wasser laufend in die Luft erhoben. Immer wieder sahen wir Seerosen im Gegenlicht funkeln wie wahre Diamanten am Rande kleiner Seen, Schilf bedeckte manche Was¬serflächen so weit das Auge sie sehen konnte, Weiden säumten die Kanäle und machten grüne Alleen daraus, während uns bewusst wurde, dass es solche urwüchsigen Auwälder, nirgendwo sonst in Europa gibt. Wir fuhren durch den „Hexenwald“ mit seinen bizarren Bäumen, die im Wasser standen. Die Stille und scheinbar unberührte Natur verzauberte uns.
Kulinarisch wurden wir von dem unübertroffen freundlichen Personal königlich versorgt: Fisch- und Fleischgerichte in allen Variationen aber auch Salate und süße Köstlichkeiten verwöhnten uns. Nach 2 1/2 Tagen war der Aufenthalt in Donaudelta leider zu Ende.
Dieser war der schönste Teil unserer 15-tägigen Reise durch Rumänien. Wir verabschiedeten uns für den Rest unserer Rumänienrundreise von der wahrlich wandelbaren und beeindruckenden Donaudelta. Die Gastfreundlichkeit der Rumänen sollte uns aber auch für die restlichen Urlaubstage erhalten bleiben. Zuhause angekommen, mussten wir eingestehen, dass dieser Urlaub einzigartig, wundervoll und unvergesslich war.
Wenn Sie sich von der Schönheit der Natur Rumäniens und der Gastfreundlichkeit des rum. Volkes überzeugen wollen, zögern Sie nicht dorthin zu fahren.
Unterstützung bei derPlanung Ihrer Rumänienreise finden Sie bei mir oder bei unserem Freund Radu Stamate, der Sie gern in seiner Pension herzlich empfangen wird.